Von Joey Arcisz, Produzent und Regisseur

Ein paar Jahre nachdem ich Baustellen-Clips für die Lizenzierung auf Filmsupply gedreht hatte, habe ich sie mir noch einmal angesehen und gemerkt, wie viel besser sie sein könnten. Also habe ich Cardboard Spaceship eine größere, voll produzierte Version vorgeschlagen. Sie haben das Projekt finanziert, und ich habe jedes Setup in set.a.light 3D geplant, bevor auch nur ein einziges Licht aufgebaut wurde.

Gedreht haben wir auf einer Büroetage, die bis auf den nackten Beton entkernt war. Auf dem Board stand bei jedem Setup das set.a.light-Rendering neben dem zugehörigen Lichtplan, und eine Notiz ganz oben legte den Nacht-Look fest: Das blaue Licht auf den Darstellern kommt von einem Schweißer, der in der Nähe arbeitet und blaue Lichtblitze durch den Raum wirft.

Das Board ging über das Licht hinaus: eine nächtliche Top-down-Kamerafahrt über den Bauplänen, eine an der Brust montierte 12-mm-POV aus Sicht eines Arbeiters, Porträts und der Ausstieg aus dem Aufzug. Eines konnte set.a.light nicht zeigen: Dunst. Ich habe auf dem Board notiert, dass die Bilder wie ein staubiger Raum wirken sollten, mit Rauch von einem Generator in der Nähe und vom Schleifen, Schweißen und Sägen. Die Renderings legten also das Licht fest, und der Dunst blieb dem Dreh selbst überlassen.

Setup 1: Der Ausstieg aus dem Aufzug

Für den Ausstieg aus dem Aufzug waren ein gedimmtes Deckenlicht in der Kabine, zwei kleine LED-Panels und eine Titan Tube geplant, die Kamera bei 17 mm und T2.8. Die Rahmung durch die Tür, die dicht gestaffelte Crew in der Kabine und das kühle Low-Key-Licht haben sich vom Rendering bis in die fertige Einstellung gehalten.

Setup 2: Der Rig-Shot

Beim Rig-Shot fuhr die Kamera bei 12 mm am Ende eines Bretts mit. Eine Titan Tube beleuchtete den Arbeiter, und auf dem Plantisch auf der anderen Seite des Raums stand eine Schreibtischlampe. Das Rendering legte das Weitwinkelobjektiv fest, die niedrige Linie entlang des Bauholzes und den Raum mit den Fenstern hinter dem Arbeiter.

Setup 3: Die Draufsicht

Die Draufsicht war senkrecht von oben auf den Tisch geplant, bei 27 mm im Format 2,4:1, mit drei Fresnels rund um den Tisch und der Schreibtischlampe darauf. Die fertige Einstellung behält denselben Top-down-Winkel auf die Pläne bei, mit Händen, die am Plan arbeiten. Am Drehtag ersetzte ein Tablet den Laptop.

Hinter den Kulissen

Die komplette Case Study von Joey Arcisz, Produzent und Regisseur, findest du auf joeyarcisz.com.


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