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Einführung Teil 1: Wie blitze ich einen perfekt weißen Hintergrund?

Einführung Teil 1: Wie blitze ich einen perfekt weißen Hintergrund?

In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit Freistellern. Unser Ziel ist ein perfekt weiß ausgeleuchteter Hintergrund für Close Up Portraits, Halbkörper Portraits und Ganzkörper Portraits.

Zur Verfügung stehen uns eine Auswahl von Blitzreflektoren mit denen wir den Hintergrund ausleuchten. Wir konzentrieren uns hier bewusst nur auf die Ausleuchtung des Hintergrunds in diesem Beitrag. In Teil 2 werden wir darauf eingehen wie man ein Model mit einer Lichtquelle und dem Freisteller ausleuchten kann.

Wofür wird die Freistell-Technik verwendet?

Unter Freisteller versteht man die Technik Motive vom Hintergrund zu trennen. Dabei begegnen sie uns tagtäglich. Wir müssen uns nur Covers von Magazinen anschauen, wo z. B. das Model vor einem freigestellten Hintergrund steht. In der Studiofotografie ist es gängig ein freigestelltes Portraits zu machen. Auch die Produktfotografie verwendet die Freistell-Technik, um das Produkt später einfacher freizustellen.

Gibt es ein richtiges Freistellen?

Ja und Nein. Im Grunde muss der Hintergrund überbelichtet werden, dabei entsteht die Gefahr, dass das Motiv an den Kanten ausbrennt. Um dies zu vermeiden, braucht die Technik einiges an Übung. Dabei kann Euch set.a.light 3D helfen und Ihr könnt die Ergebnisse immer wieder abrufen. Ein „falsches“ Freistellen passiert dann, wenn der Hintergrund nicht genug überbelichtet ist. Dann wird aus einem strahlenden Weiß ein zu den Rändern hin abfallendes Grau was in Photoshop Probleme bei der Auswahl verursachen kann.

Lichtverteilung bei unterschiedlichen Blitzreflektoren

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An der Abbildung kann man erkennen wie das Licht unterschiedlich von den Blitzreflektoren gestreut wird. Da sowohl bei dem Reflektor mit Durchmesser 34 cm sowie dem Reflektor S, der einen Durchmesser von 23 cm und eine Tiefe von 13 cm hat, der Lichtkegel schmal ist, wählen wir Reflektor M. Reflektor M hat einen Durchmesser von 23 und eine Tiefen 18 cm. Er ist der rundeste unter den hier verglichenen Lichtformern. Er ist ideal für die Verteilung von Licht über einen breiteren Bereich.

Setaufbau 1: Close Up Portrait

Beginnen wir mit einem Gesichts Portrait. Wir wollen einen Hintergrund frei von Schlagschatten und jeglicher anderer Schatten. Zu beachten ist, dass es für eine gleichmäßig ausgeleuchtete Fläche auch eine gewisse Raumgröße benötigt. In den gezeigten Set Aufbauten wurde ein Hintergrund von 2,5 Metern gewählt, um sicher zu gehen, dass richtig ausgeleuchtet wird.

Positionierung der Lichtquellen

In dieser PDF findest du alle relevanten Informationen zu dem Licht Setup mit genauen Angaben: Freisteller Close Up Portrait

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Setaufbau 2: Oberkörper Portrait

Für ein Oberkörper-Portrait reicht eine Lichtquelle meist nicht aus. Der Hintergrund muss flächiger ausgeleuchtet werden. Würde nur ein Licht verwendet werden, währe der Lichtabfall zu den Seiten zu stark und es würde eine Vignettierung an den Bildrändern entstehen.

Positionierung der Lichtquellen

Bei der Positionierung der Blitzreflektoren sollten darauf geachtet werden, dass sie die symmetrisch und auf gleicher Höhe ausgerichtet sind. Mehre nützliche Informationen zur der Positionierung der Blitzreflektoren findest du in dieser PDF: Freistellen von Oberkörper Portraits

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Setaufbau 3: Ganzkörper Portrait

Ungewollte Schatten können leicht entstehen, wenn die Lichtquellen nicht richtig ausgerichtet sind. Da ein Ganzkörper Portrait zum Freistellen von Kopf bis Fuß gleichmäßig ausgeleuchtet werden muss, benötigt es vier Lichtquellen. Zwei davon leuchten den Hintergrund aus, die anderen beiden den Boden. Dafür solltest du einen symmetrischen Aufbau der Blitzreflektoren haben, der für ein schattenfreies Ausleuchten von Vorder- und Hintergrund sorgt. Zu beachten ist, dass es für eine gleichmäßig ausgeleuchtete Fläche auch eine gewisse Raumgröße benötigt. In den gezeigten Set Aufbauten wurde ein Hintergrund von 5 Metern gewählt, um sicher zu gehen, dass richtig ausgeleuchtet wird.

Positionierung der Lichtquellen (Studioaufbau – Making of)

Damit der Vordergrund, auf dem das Model steht, schattenfrei ist, werden die zwei Blitzköpfe so geneigt, dass der Vordergrund gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Wie genau das aussieht, kannst in der PDF zum Ganzkörper Portrait sehen. Freisteller Ganzkörper Portrait

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Fazit

Voraussetzung für einen gut umgesetzten Freisteller ist, dass der Hintergrund schattenfrei ausgeleuchtet wird. Es hängt von der Aufnahme ab, wie viel Blitzköpfe benötigt werden. Je mehr vom Model ausgeleuchtet werden soll, umso mehr Lichtquellen werden benötigt. Wie ihr sehen konntet verdoppelt sich die Anzahl zu der ausgeleuchteten Fläche, damit eine gleichmäßige Lichtverteilung erfolgt.

Hier könnt ihr die Set Datei für set.a.light 3D runterladen und alle drei Setups selber noch mal als „Making-Of“ ausprobieren. „Freigestellert Hintergrund“

Was sind eure Tricks um einen komplett weißen Hintergrund zu erzeugen? Wollt ihr mehr Workhshops zur Fotografie? Teilt es mit uns in den Kommentaren.

Viel Spaß und Erfolg beim Nachmachen

wünscht Euer elixxier Team!

This post is also available in: Englisch

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