Der Sommer ist vorbei und wir sind zurück! Ihr habt gefragt, wir haben gebaut.
In dieser Ausgabe stellen wir euch zwei große Neuheiten vor, die euch mehr kreativen Spielraum geben und die Set-Planung vereinfachen: eine Nebelmaschine für atmosphärisches Licht und ein umfassendes Upgrade des Bemaßungswerkzeugs – inklusive freier Nullpunkte und Live-Anzeigen an den Stativen.

Nebelmaschine: Licht im Raum formen
Atmosphärischer Nebel ist weit mehr als nur ein visueller Effekt – er ist ein echtes Lichtwerkzeug. Die feinen Partikel fangen Lichtstrahlen ein und machen harte Beams, Gobo-Projektionen und Kantenlichter direkt im Raum sichtbar. Zusätzlich lässt sich euer Motiv auf natürliche Weise vom Hintergrund isolieren.

So funktioniert’s am Set
- Die Nebelmaschine steht in der Equipment-Liste zur Verfügung.
- Direkte Steuerung am Set: Platziere das Gerät im Raum – auf dem Boden oder hoch oben auf einem Stativ. Über die Vektorlinie im Set ziehst du die Richtung und Reichweite des Nebelstrahls einfach mit der Maus an.
- Praxisnahe Regler: Über Nebeldichte, Streuung (Spread) und Wolkigkeit stellst du alles stufenlos ein – von feinem Haze bis hin zu dichtem Raumnebel.
- Highlight! Echte Schwerkraftsimulation: Der Gravitationsregler bestimmt, wie sich der Nebel physikalisch verhält. Hohe Werte drücken dichten Nebel wie Trockeneis flach auf den Boden, während niedrige oder negative Werte den Rauch nach oben steigen lassen oder ihn waagerecht durch den Raum ziehen.
- Animation „Nebel-Snapshots“: Die Nebel-Simulation läuft in Echtzeit. Stoppst du das Time-Panel an der für dich perfekten Stelle (z. B. bei Sekunde 53,45), wird genau dieser Partikelzustand im Timeline-Snap gespeichert. Beim nächsten Öffnen sieht das Setup garantiert genauso aus.

Praxis-Workflows am Set
- Rauchfahne („Smoke Jet“): Enger Abstrahlwinkel + hohe Dichte = eine strukturierte Rauchfahne quer durchs Bild oder direkt hinter dem Motiv.
- Bodennebel (Trockeneis): Hohe Schwerkraft + hohe Dichte + Platzierung am Boden = dichter Nebel, der flach am Boden haftet.
- Sichtbare Lichtstrahlen („Sunbeams“): Geringe Dichte + geringe Raumfüllung + hartes, gerichtetes Licht = klare Lichtstrahlen, die sich sauber durch den Raum schneiden.
- Farbiges Stimmungslicht: Individuelle RGB-Farben + hohe Raumfüllung = ein weich eingefärbter Hintergrund-Haze, der Kanten und Gegenlicht subtil einfängt.

Erweitertes Bemaßungswerkzeug
Das überarbeitete Bemaßungswerkzeug erspart euch in den meisten Fällen das manuelle Ausmessen: Ihr erhaltet dynamische Abstandsdaten und könnt den Nullpunkt frei im Raum setzen.

Die wichtigsten Neuerungen
- Freier Nullpunkt („Eigener Punkt“): Anstatt an feste Raumgrenzen gebunden zu sein, verankerst du den Nullpunkt exakt dort, wo du ihn brauchst – direkt auf deinem Motiv, an der Kamera oder an einem Stativ.
- Lichtabfall & Lichtverhältnisse verstehen: Setzt du den Nullpunkt direkt auf das Motiv, wird sichtbar, wie sich Abstandsänderungen auf das Licht auswirken. Statt zu raten, was beim Verschieben eines Lichtformers passiert, erhältst du direkte Messwerte für Belichtung, Schattenhärte und Lichtabdeckung im Raum. Das Gleiche gilt für Kamerafokus, Bildkomposition und Schärfentiefe.
- Kamera & Kamerafahrten ausrichten: Verankert den Nullpunkt an der Kamera, um Fokusdistanzen, Schärfentiefe und Dolly-Fahrten relativ zur Bewegung des Models abzustimmen.
- Live-Höhenanzeige & Neigungswinkel: Ziehe ein Stativ in die Höhe; die Live-Anzeige zeigt das exakte Maß direkt an. Auch der Neigungswinkel (Pitch) der Lichtköpfe wird in Echtzeit angezeigt.

Nullpunkte in den Raumecken
Feste Nullpunkte an den Raumgrenzen – gebaut für die Studio-Logistik, Filmsets und Location-Shoots:
- Studio-Aufbau: Sets arbeiten mit festen Wänden statt mit schwebenden Punkten. Über die Eck-Nullpunkte misst die Crew mit Laser oder Maßband direkt an zwei Wänden ab, um Equipment beim Aufbau millimetergenau zu positionieren.
- Räumliche & architektonische Grenzen: In engen Locations oder bei festen Set-Bauten zeigt der Messpunkt in den hinteren Ecken sofort die tatsächlichen Grenzen für Hintergründe, Steckdosen und Deckenaufbauten.
- Wiederverwendbare Raster-Setups: Unverzichtbar für Studios mit Bodenraster oder Decken-Schienensystemen. Die Eck-Nullpunkte garantieren absolute Konsistenz über mehrtägige Shoots und wiederkehrende Produktionen hinweg.

Ready für Neues?
Egal, ob du filmische Lichtstimmungen kreierst oder exakte Studio-Layouts für dein Team planst: Mit diesen Upgrades hast du die volle visuelle und logistische Kontrolle – noch bevor du überhaupt am Set stehst.
Hol dir das Update und erwecke dein nächstes Setup zum Leben!
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Viel Spaß beim Ausprobieren,
Dan von elixxier
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