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7 Tipps – Wie man Bilder richtig liest!

Ihr kennt dieses Problem alle:

Ihr seht ein super schickes Bild irgendwo in einer teuren Fachzeitschrift oder einer Werbereklame und denkt Euch:
“Wow, diesen Look und dieses Licht will ich auch in meinem nächsten Shooting ausprobieren!”
Und plötzlich steht Ihr vor dem Problem, dass Ihr eigentlich gar nicht wisst, wie genau man das Set für dieses Foto aufbaut…

Brauch’ ich Softboxen oder Reflektoren, direktes Licht, oder indirektes? Werden Farbfolien benutzt? Wie genau sieht denn das ganze Lichtdesign in diesem Bild eigentlich aus?

– Wenn es Euch manchmal genauso geht, dann seid Ihr hier jetzt goldrichtig!

Thema “Bilder richtig lesen”:
Wir zeigen Euch heute, wie man vom fertigen Bild rückwärts zum eigenen Lichtsetup finden kann:

(Das Live-Video hatten wir auf Facebook gestreamt)

Hier haben wir ein paar Tipps für Euch zusammengefasst, wie es Euch leichter fällt, die ganze Lichttechnik hinter dem mysteriösen Foto herauszufinden ;)

Fragt Euch, welches Licht Ihr seht und welche Lichtquellen dafür denn infrage kommen. Oft sieht man das in Reflektionen oder Glanz, die auf der Haut oder in den Augen zu sehen ist. Im Video zeigt Euch Johannes, welche Lichtformer im Beispielbild verwendet werden und wie er darauf kommt.
Nutzt am besten set.a.light 3D, da Ihr dort einfach herumprobieren und Lichtquellen ganz easy austauschen könnt. Was für Farben sind im Bild vorherrschend und woher kommen diese? Vielleicht sind in Eurem Foto Farbfolien im Einsatz. Auch zu sehen, ob das Licht hart oder weich ist, führt Euch schnell zum richtigen Equipment. Das zu erkennen, und aus welcher Richtung und in welchem Abstand Lichtquellen positioniert werden müssen, ist dabei die größte Herausforderung und gleichzeitig Kernaufgabe. 

Bei der Analyse solltet Ihr zudem auf den Winkel des Lichts und der Reflektionen achten, genauso auf die Schatten. So könnt Ihr die Position des Lichts im Studio quasi direkt “ablesen”.

Unsere Tipps im Schnellüberblick:

  1. Herumprobieren ist Key – am besten geht das ohne viel Technik Schleppen mit set.a.light 3D!
    – Das gibt’s übrigens hier.
  2. Wo war die Position des Fotografen und welche Optik wurde verwendet?
    – Wurde ein Weitwinkel-Objektiv verwendet, oder ein Zoom? Wie viel ist im Raum zu sehen? Wo hat sich der Fotograf befunden? Wie ist der Raum ausgeleuchtet?
  3. Achtet auf Reflektionen und Glanz auf Haut oder Augen! Ist das Licht weich oder hart?
    – Die Lichtkanten, Reflektionen, Spiegelungen und Schatten erlauben Rückschlüsse auf den verwendeten Lichtformer zu. Sucht so das passende Equipment aus! In set.a.light 3D könnt Ihr schnell überprüfen, ob Eure Wahl richtig ist. 
  4. Von wo treffen die Lichter auf das Model, wo gibt es Schatten?
    – Die Lichtrichtung kann man meist recht einfach ablesen. Anhand des Schattens (Größe und Ausbreitung) gelingt das oft sehr gut. Jetzt könnt Ihr die Position im Raum bestimmen und Euch durch Experimentieren immer weiter annähern. 
  5. Achtet auf die Pose, Make-Up und Haare des Models.
    – Oft kann ein Licht nur funktionieren, wenn auch das Model mit Pose usw. sehr ähnlich platziert wird. Beispielsweise hat ein Model bei einem echten Rembrandt-Licht so gut wie keine Posingfreiheit. Andere Lichtsetups sind dahingegen wesentlich unkritischer.
  6. Bedenkt immer, dass die fertigen Bilder schon in der Retusche waren.
    – Eurer Set allerdings noch nicht! “Out of the Cam” wird das Bild also immer anders aussehen! In fast jeder Retusche werden die Kontraste angehoben und sind im Studio so kaum möglich. Je stärker ein Bild retuschiert wurde, je schwieriger wird es, zwischen Manipulation und echtem Licht zu unterscheiden.
  7. Schaut euch fertige Bilder in wertvolle Zeitschriften an. Gute Aufnahmen sind eine tolle Inspirations- und Übungsquelle!
    Die Bilder, die Ihr Euch anschaut, sollten immer eine Liga über Euren eigenen liegen. Denkt zum Beispiel an die VOGUE. Je mehr wirklich gute Aufnahmen Ihr anseht und Euer Auge schult, je leichter wird Euch die Analyse fallen – irgendwann geht es quasi fast schon automatisch. 

Übung macht den Meister.
Und die sind bekanntlich noch nicht vom Himmel gefallen.. Also immer dran bleiben!

Mehr Live-Videos dieser Art gibt’s bei uns auf Facebook und Youtube. Das Auge zu trainieren und Licht richtig zu erkennen, ist ein Key-Point in unserer Arbeit als Fotografen – also üben, üben, üben!

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren :)

PS: Der liebe Heiko Kanzler hat dieses Lichtsetup für sich angepasst und in seinem Home-Studio nachgestellt. HIER findest Du den Betrag mit seinen Erfahrungen und dem Lichtsetup.

This post is also available in: Englisch

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