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Farbkontraste und wie man sie nutzen kann

Ganz einfach ausgedrückt:
Farbkontraste sind die Unterschiede zwischen Farben, welche diese voneinander unterscheiden.

Kontraste können Euch helfen, Spannung in Euer Bild zu bringen. Sie können bestimmte Bereiche betonen oder das Augenmerk von ihnen wegnehmen. So könnt ihr das Auge des Betrachters gezielt im Bild führen und lenken. Nach der Theorie von Itten gibt es in der Natur sieben Farbkontraste, die sich auch auf die Fotografie übernehmen lassen.
Diese möchten wir Euch jetzt einmal kurz vorstellen: 

  • Hell-Dunkel-Kontrast
  • Farbe an sich“ Kontrast
  • KaltWarm Kontrast
  • Komplementär-Kontrast
Der wohl bekannteste Kontrast bezeichnet den Unterschied zwischen Helligkeiten von Farben (z.B. Rot) und Nichtfarben (z.B. Schwarz). Je weiter die Werte auseinander liegen, desto stärker ist der Effekt.
In der Fotografie wird er gerne eingesetzt, um Licht und Schatten voneinander zu trennen und somit unter anderem „Plastitzität“ hervorzurufen. Durch die bewusste Aufhellung bestimmter Bereiche im Bild kann der Fotograf eine Wertung der Objekte im Bild vornehmen.
Dieser Kontrast tritt auf, sobald drei unterschiedliche Farben zusammenkommen. Je reiner und kräftiger die Farben sind, desto stärker wird er wahrgenommen. Am deutlichsten erkennbar ist er mit den Farben Rot, Grün und Blau.
Diesem Kontrast liegt die menschliche Wahrnehmung zugrunde, er ordnet bestimmten Farben Attribute wie Kalt und Warm zu. Am deutlichsten zeigt sich der Effekt in den Kombinationen Blau/Grün (sehr kalt) und Rot/Orange (sehr warm). Weitere Assoziationen: – fern / nah (durch winzige Partikel in der Luft wirkt Licht, das in der Ferne gebrochen wird, bläulich, z.B. Horizont) – beruhigend / erregend – feucht / trocken – schattig / sonnig
Liegen sich zwei Farben im Farbkreis gegenüber, erzeugen sie eine große optische Spannung. Würden diese Farben miteinander gemischt werden, dann ergäben sie einen neutralen Grauton. Nebeneinander verstärken sie gegenseitig ihre Leuchtkraft und können eine betonenden Wirkung haben.

Hier haben wir alle vier Kontraste von oben mit einem Model in set.a.light 3D nachgestellt. Das ist übrigens ein super nützlicher Tipp: Schnappt Euch ein Model und lernt die Kontraste kennen, indem Ihr in set.a.light einfach mal mit verschiedenen Lichtern experimentiert und versucht, die Kontraste nachzustellen ;)

Der Simultankontrast

Am einfachsten lässt sich dieser Kontrast an folgendem Beispiel beschreiben:
Stellt Euch vor, Ihr habt eine Rote Fläche und platziert in deren Mitte ein graues kleineres Quadrat. Dieses Quadrat wird Euch dann nicht farblos, sondern leicht cyanfarben erscheinen. Grund dieses Phänomens ist es, dass zwei Komplementärfarben addiert immer ein neutrales Grau ergeben und unser Gehirn diese Harmonie sucht. Ist sie nicht vorhanden, ist es irritiert und versucht, die Harmonie dort herzustellen wo es annimmt, dass sie sein müsste. Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei Nichtfarben, nur dass hier die Helligkeitswerte ausschlaggebend sind. Dadurch wirken helle Flächen auf Dunklen Heller als sie eigentlich sind und umgekehrt.

Der Qualitätskontrast

Dieser Kontrast entsteht durch das nebeneinander stellen von gesättigten und trüben Farben. Eine Farbe wird trüber, wenn sie mit gleichen Mengen Weiß und Schwarz gemischt wird. Sie wird heller und kälter bei reiner Mischung mit Weiß und wird rasch zu einer Nichtfarbe bei Mischung mit Schwarz.

Das mag sich negativ anhören, hilft einem aber Betonungen und Akzente zu setzen, wenn man das Prinzip umdreht. Eine nicht allzu kräftige Farbe wirkt in einer grau gehaltenen oder entsättigteren Umgebung immer kräftiger als sie ist. Wer sich noch an den Film “Schindlers Liste” erinnern kann, wird bestimmt die roten Elemente in diesem Film noch im Gedächtnis haben. 

Der Quantitätskontrast

Der letzte Kontrast behandelt die flächenmäßige Verteilung zweier verschiedener Farben. Sind ihre Helligkeitswerte und ihre Fläche gleich groß, so wirken sie harmonisch. Verändert sich aber einer der Werte einer Farbe, so baut sich im Bild eine Spannung auf.
Zum Beispiel benötigt man ein Flächenverhältnis von 2 : 1 wenn Blau und Orange harmonisch wirken sollen. Das heißt man benötigt eine doppelt so große blaue Fläche, da Orange doppelt so stark leuchtend ist wie Blau. 

Probiert die Kontraste am besten einfach mal in set.a.light 3D aus und Ihr werdet staunen, wie viel man damit in seinen Bildern erreiche und verändern kann :)

Quick Links – hier geht’s zu…
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