Startseite » Allgemein » Korrekte Belichtung in set.a.light 3D V2.0 mit der Graukarte – So gehts!

Korrekte Belichtung in set.a.light 3D V2.0 mit der Graukarte – So gehts!

Ein Gastbeitrag von Ole Berek.

Heute geht es um die entscheidende Frage, wie belichte ich korrekt? Und was heißt hier eigentlich korrekt? In der Fotografie ist schließlich erlaubt was gefällt und auch bzw. gerade technisch „falsch” kann grandiose Ergebnisse liefern.

Damit man für diese Experimente aber das richtige Verständnis und eine gute Basis hat, folgt einmal eine Erklärung wie die Belichtung präzise einzustellen geht.

Auch wenn die grobe Einstellung der Belichtung einem über die Lichtregler in set.a.light 3D locker von der Hand geht, möchte man es doch manchmal noch etwas genauer haben. Als Beispiele hierfür seien die Fashion und Produktfotografie genannt. Denn ohne korrekte Belichtung gibt es nun mal auch keine korrekten Farben (Hautfarben bzw. Lack- und Stofffarben).

Aus der photographischen Vergangenheiten kennen wir sicher alle Graukarten. Der wohl geläufigste Vertreter dieser Kategorie ist die 18% Graukarte. Diese Graukarte reflektiert das Licht so, dass es als Mittelgrau empfunden und gemessen werden kann.

Diese Eigenschaft können wir uns in set.a.light 3D zu Nutze machen.

Hierzu fügen wir zuerst eine Box aus den Requisiten in das Studio ein. Eine gute Startgröße ist die folgende:

Um die klassischen 18% der Graukarte zu bekommen braucht die Box folgende Farbe #7C7C7C

Die Graukarte platziert man dann so nah wie möglich am Kopf des Models um die Belichtung ermitteln zu können. Ein schönes Feature der V2, die Dummy Kamera, sehr praktisch um die Hauptkamera nicht verschieben zu müssen um sie so nah wie nötig an die Graukarte zu bekommen.

Die Kamera sollte hier nun nur die Graukarte erfassen, so dass wir den Blitz über die Leistungsreglung auf eben die Mitte des Histogramms einpendeln können.

Danach kann man wunderbar wieder auf die Hauptkamera umschalten und die Graukarte sowie die Dummy Kamera ausblenden.

Hier kommt das fertige Ergebnis – ist das nicht ein schön ausgewogenes Histogram? :-)

Nun noch ein kleiner Exkurs zu den Graukarten. Die klassischen 18% Graukarten führen unter den o.g. Einstellungen zu tiefen Schwarztönen (ca 6% Histogram), die nur noch minimale Zeichnung enthalten und nicht ganz so hellen Weißtönen (ca 84% Histogram).

Da moderne Kameras häufig eher auf 12% Mittelgrau konfiguriert sind zur Belichtungsmessung, kann man aber auch als Farbcode für die Graukarte #555555 nutzen um es mit dieser Einstellung zu probieren. Hier kommen dann ca. 14% in den Schwarztöne und bis zu 94% in den Weißtönen raus. Das ganze wirkt vielleicht etwas moderner und lässt noch in allen Bereichen gute Zeichnung der Details zu.

Und noch ein Tipp zum Schluss, in set.a.light 3D sind die Graukarten auch noch beliebig skalierbar. Für jedes Setup gibt es die passende Größe.

Simple Tricks sind doch manchmal hilfreich um schnell das zu bekommen was man braucht.

Vielen Dank für das Lesen und viel Spaß beim Ausprobieren. :-)

Autor: Ole Berek (vielen Dank für diesen tollen Artikel)

Hier kannst du die .set herunterladen und selbst experimentieren.
Download: Gray card.set

Hinweis: Bitte nach dem Download erst set.a.light 3D starten und von dort aus die Datei öffnen! Per Doppelklick kann die Datei beim Mac nicht geöffnet werden.

This post is also available in: Englisch

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*