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High Power Posing vs. Low Power Posing – diesen Einfluss hat die Körpersprache deines Modells auf die Bildwirkung

High Power Posing vs. Low Power Posing – diesen Einfluss hat die Körpersprache deines Modells auf die Bildwirkung

Die Körpersprache deines Models hat enormen Einfluss auf die Bildwirkung deiner Fotos. Wir verraten dir, wie du durch gezieltes Posing die Aussagekraft deiner Bilder unterstützen kannst und zeigen dir anhand von Beispielen was sich hinter den Begriffen “High Power” & “Low Power” Poses verbirgt.

Nicht immer bekommt man als Fotograf ein Modell vor die Linse, das im Posing geübt ist und sich auch der Wirkung seiner Posen bewusst ist, zum Beispiel bei Kunden Shootings. So kann ein fehlendes Körpergefühl gerne mal zu übertriebenen Posen führen oder Unsicherheit vor der Kamera zu einer verkrampften Haltung. Aber das muss nicht sein. 

Je mehr du dein Auge schulst, desto einfacher wird es dir fallen Haltungsfehler bei deinem Gegenüber zu erkennen und zu korrigieren. Achte beim Umsetzen deiner Bildideen daher nicht nur auf die Lichtsetzung, sondern auch auf die Körperhaltung deines Modells. Denn erst wenn Mimik, Bildstimmung und Körpersprache eine Einheit bilden, wird der Gesamteindruck stimmig.

Die Bedeutung der Körpersprache

Der Körper ist niemals stumm. Selbst wenn Menschen zusammenkommen und nicht miteinander sprechen kommunizieren sie anhand ihrer Körpersprache. Ineinander verschränkte Arme sind ebenso eine Botschaft, wie die Änderung der Beinposition, aber auch durch die Farbe der Bluse oder ein dezentes Parfüm wird kommuniziert.

Mimik, Gestik, Haltung und die Kleidung sind wichtige Mittel der nonverbalen Kommunikation, die die älteste Form der zwischenmenschlichen Verständigung darstellt. Unbewusst senden wir mit unseren Körpern machtvolle Botschaften aus, die unsere wirklichen Gefühle verraten. Diese Macht kannst du dir sehr gut als Fotograf zunutze machen, indem du darauf achtest, dass die Körperhaltung deines Models zu der von dir gewünschten Emotion passt. Dazu ist es wichtig, dass du dir die verschiedenen Wirkungsweisen bewusst machst.

High Power Pose vs. Low Power Pose

High Power Pose (links) vs. Low Power Pose (rechts)

Die sogenannten Power Poses haben ihren Ursprung in der Psychologie und werden in zwei Kategorien unterteilt: in High Power Poses (machtvolle Posen) und Low Power Poses (machtlose Posen). Das Einnehmen einer High Power Pose, also einer selbstbewussten Pose, kann dir z.B. helfen dich selbstbewusster zu fühlen und das sogar schon nach zwei Minuten. Genauso effektiv lassen sich Power Posen aber auch beim Fotoshooting anwenden, denn den selben Einfluss haben sie auch auf die Bildwirkung deiner Fotografie.

High Power Posen für Bilder, die Selbstsicherheit ausstrahlen

High Power Pose (links) vs. Low Power Pose (rechts)

High Power Poses kannst du dir zu nutze machen, wenn dein Bild Stärke und Selbstvertrauen ausstrahlen soll. Dazu nimmt das Modell eine offene und raumeinnehmende Pose ein. Dabei gilt: Je mehr Platz dein Model mit der Pose einnimmt, desto mehr Stärke signalisiert es damit.

Offene, raumeinnehmende Posen signalisieren Stärke

Ein bekanntes Beispiel ist die Superwoman Pose. Dazu stellt sich das Modell, egal ob männlich oder weiblich, breitbeinig hin und stemmt die Hände in die Hüfte. Das signalisiert Mut und Selbstsicherheit.

Die Superwoman Pose

Dieses Prinzip lässt sich auch auf sitzende Posen übertragen, indem dein Model z.B. die Beine und Arme so positioniert, dass sie mehr Raum einnehmen, anstatt diese nah am Körper zu halten.

High Power Posen im Sitzen

Wohin mit den Händen beim High Power Posing? 
Am besten nicht ins Gesicht, denn das kann schnell deplatziert wirken, ablenken und schlimmstenfalls das gesamte Bild dominieren. Wenn wir eine Person betrachten verweilt unser Blick automatisch überwiegend im Gesicht, aber da unsere Hände in der Kommunikation und Gestik ebenso eine wichtige Rolle spielen, widmen wir ihnen gleich an zweiter Stelle unsere Aufmerksamkeit. Daher sollten die Hände mit Bedacht platziert werden.

High Power Posen im Sitzen

Eine Ausnahme bildet hier jedoch die Denker-Pose, die durch die unterstützende Wirkung der Hände entsteht. Dabei hält man die Hand dezent am Kinnbereich des Gesichtes, bzw. stützt den Kopf auf der Hand ab. Sie kann ggf. auch leicht das Kinn verdecken.

Die Denker Pose

Für einen entschlossenen Eindruck kann dieser Klassiker mit festem Blick in die Kamera umgesetzt werden oder das Model richtet seinen Blick seitlich in eine imaginäre Ferne aus. Richtig eingesetzt kann diese Pose zugleich nachdenklich, klug und sogar verführerisch wirken. Ein berühmtes Beispiel dafür ist zum Beispiel das Coverfoto von Steve Jobs`s Biografie.

Die Denker Pose

Mit den Händen lässt sich sogar Autorität betonen, indem man die Fingerspitzen aneinander hält. Das machen z.B. Opera Winfrey oder Präsident Obama vor.

Fingerspitzen aneinander halten, um Autorität zu betonen

Verschränkte Arme: Eindeutig zweideutig
Achtung: Verschränkte Arme richtig zu interpretieren ist eine komplexe Angelegenheit. Als Einzelsignal lassen sie sich niemals abschließend deuten. Erst weitere Bausteine, die körperliche Kommunikation im Gesamten und der Kontext geben darüber Aufschluss, welche Aussage diese Haltung unterstützen soll. Man kennt diese Pose ja auch von Businessbildern oder Manager-Portraits, wobei die Pose allein schon deswegen sehr beliebt ist, da sich viele Menschen vor der Kamera unsicher fühlen und nicht wissen, was sie mit ihren Händen machen sollen.

Links: Überzeugte, entschlossene Haltung (High Power); rechts: reservierte, ablehnende Haltung (Low Power)

Solange die Hände bei der Pose aber sichtbar bleiben, kann sie durchaus offen wirken. Mit entsprechendem Ausdruck sogar selbstbewusst und gelassen, aber auch Abgrenzung, Distanz, Desinteresse, Dominanz und Kontrolle lassen sich damit betonen. Da hilft nur eins: Genau Hinsehen und auf die feinen Details drumherum achten.

High Power: Hände sichtbar halten bei verschränkten Armen

Die CEO Pose vermittelt Selbstvertrauen und Stärke. Dazu lehnt das Modell an einen Tisch, Stuhl oder an ein anderes Objekt mit leicht nach vorne geneigtem Körper. Die Hände werden links und rechts davon abgelegt.

Die CEO Pose

Low Power Posen für melancholische Darstellungen

Das Gegenstück zu den High Power Posen sind die Low Power Posen. Diese kannst du dir zu nutze machen, wenn du deinem Bild eine verletzliche Note geben möchtest. Das Modell nimmt dazu eine passive Haltung ein, also eher verschlossen, zusammengezogen und zusammengesunken. Diese Posen vermitteln Schüchternheit, Unsicherheit und Zaghaftigkeit.

Low Power Posen

Dieses Beispiel zeigt ein Modell mit verschränkten Armen und leicht gesenktem Blick. Man verspürt sofort die Melancholie, die dieses Bild ausstrahlt, denn die Haltung des Modells symbolisiert das Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit. Mit der passenden Beleuchtung kannst du diesen Effekt natürlich noch verstärken.

Möchtest du das Modell verletzlich darstellen, kann sich das Modell abwenden und mit gesenkten Kopf zur Seite schauen.

Eine andere sehr wirkungsvolle Low Power Pose ist eine sitzende, zusammengesunkene Haltung. Sitzt das Modell auf dem Boden und schaut schüchtern nach oben strahlt das Bild Bedachtsamkeit aus.

Entscheidest du dich für ein schwarz-weiß Bild, gibst du dem Betrachter zusätzlich die Möglichkeit sich voll und ganz auf die Pose des Modells und die Botschaft des Bildes einzulassen.

Fazit
Du siehst also, für jede Stimmung oder Wirkung, die für ein Bild erzeugt werden soll, kann die Pose eines Modells einen entscheidenden Unterschied machen. Dafür ist es wichtig, dass du selbst weisst, was du sehen willst. Investiere für dein nächstes Shooting also ein paar Extra-Minuten, um dir klar zu werden, welche Posen sich für dein Shooting am Besten eignen und mache dir ggf. einen Plan oder ein Moodboard, das du zum Shooting mitnimmst. Kommunizierst du deine Ideen offen mit deinem Modell, steht einem perfekten Shooting nichts mehr im Weg!

Du suchst noch kreative Ideen oder weitere Anregungen für Posen? Dann nutze jetzt die Zeit um bei unserer Community in set.a.light 3D vorbeizuschauen. Dies ist ein großartiger Ort um dir neue Anreize zu verschaffen, als auch ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Posen wie wirken.
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